HateBringer’s Todesblog

Und noch ein Blog, das niemand liest!

Das mit den Unfällen..

Ich hab noch nen Nachtrag um letzten Artikel. Geht auch um einen Unfall, nämlich um einen ziemlich tragischen. Es gab zwar nur einen Toten, ist aber mindestens so heftig wie die Sache mit dem GTI.

Das ganze war hier in der Nähe, abends. An einer Ampel ganz vorne steht ein Opel. Die Ampel wird grün, aber der Opel fährt nicht los. Nach einigem Gehupe gehen zwei Autofahrer gucken was los ist. Der Fahrer des Opels saß zusammengesunken am Steuer, bewusstlos. Die beiden anderen versuchen, ihn aus dem Auto zu ziehen.

Nur dass der Opel eine Automatik-Schaltung hatte.

Die Bremse wird also losgelassen, und irgendwie verhakt sich der Fuß des Fahrers am Gas. Der Opel schießt los, quer über die Kreuzung, durch einen (stabilen) Zaun. Überschlägt sich. Der Fahrer ist tot.

Das alles nur, weil die Helfer übersehen haben, dass D eingelegt war.  Und da berichtet man tagelang über einen Busunfall..

Linienbus vs. Golf GTI

Da bin ich wieder. Hab hier ja seit Ewigkeiten nichts mehr reingeschrieben..gut, Leser hab ich auch nicht, aber man kanns ja versuchen ; )

Ich versteh jedenfalls nicht, warum dieser Bus-Unfall so gehyped wird. Okay, Fakten: Linienbus verunglückt (warum auch immer, vielleicht Zusammenbruch des Fahrers) und fünf Menschen kommen ums Leben. Tragisch, zugegeben. Aber viel schlimmer finde ich folgendes (und das war nichtmal in der Zeitung, geschweige denn in den Nachrichten):

Ein 20jähriger kauft sich einen Golf GTI und holt ihn in Wolfsburg ab. Am Abend leiht er den nagelneuen Wagen seinem um ein Jahr jüngeren Cousin. Der lädt natürlich vier Freunde ein, um eine Spritztour zu machen. Anschnallgurte braucht man ja beim gemütlichen Cruisen in der Innenstadt nicht, das später mit Tempo 140 und an einem Baum endet. Ergebnis: Das Auto in zwei Teile gerissen und bis zur Unkenntlichkeit zerstört, ein Jugendlicher hat überlebt. Macht also vier Tote. Die teilweise in Einzelteile zerrissen an der Unfallstelle gelegen haben.

So etwas finde ich sehr viel “nachrichtenwürdiger” als so ein Busunglück. Gut, Unterschied von einem Toten, aber was macht das schon? Ich finde den GTI-Unfall um einiges tragischer, und vor allem: lehrreicher. Lesen mehr Menschen davon und sehen mehr die Bilder, umso größer ist die Abschreckung, ähnliche Dummheiten zu begehen. Gut, Selbstüberschätzung gibt es immer wieder. Aber ein realistischer Fall wirkt da um einiges mehr als ein paar drastische Unfallvideos. Ich jedenfalls würde nicht rücksichtslos rasen, nachdem ich das Bild einer solchen Unfallstelle gesehen habe.

Naja, versteh das einer. Der Unfall mit dem Linienbus interessiert mich jedenfalls kein Stück.

Die Geschichte von der Beretta im Nachttisch…

…ist mittlerweile um die ganze Welt gegangen. Es gibt eine Menge Reaktionen, Vorschläge und Meinungen. Interessant finde ich, dass jedes Mal, wenn so etwas passiert, gleich jemand ankommt und auf das Thema “Gewalt in Computerspielen” losgeht. Warum das Schwachsinn ist brauche ich hier glaube ich nicht weiter zu erläutern; wenn jemand kaputt genug ist, solche Dinge zu tun, dann geben Far Cry und Counterstrike auch keinen großen Ausschlag mehr. Einzig zu erwähnen bleibt, dass Kaufhof solche Spiele jetzt nicht mehr verkaufen will. Da bin ich mal gespannt…

Viel größer ist die Frage, wie sich solche Taten verhindern lassen. Dazu gibt es einen Haufen Ideen, manche sind gut, manche dumm. Ich denke, ich setze mich mit ein paar von denen auseinander.

Der erste Vorschlag kam von der lieben Frau Merkel. Die Idee war, dass unangemeldete Kontrollen bei Waffenbesitzern durchgeführt werden, ob deren Waffen ordnungsgemäß gelagert werden. Was eine wirklich gute Idee ist; Natürlich kann man nicht jeden Waffenbesitzer laufend überprüfen, aber was der Zweck von unangemeldeten Kontrollen ist, dürfte jedem klar sein. Erstaunlich ist es jedoch, dass irgendjemand vehement dagegen protestiert und meint, das wäre unnütz. Das Waffengesetz weiter zu verschärfen bringt jedenfalls auch nichts, denn das ist durchaus scharf genug. Denn wenn ein Gesetz verschärft wird, hat das nichts damit zu tun, dass die Bevölkerung sich besser dran hält, und das ist hier ja das Problem gewesen. Keine Waffe, kein Amoklauf. Und ein Nachttisch ist bekanntermaßen kein Waffenschrank. Vom Ansatzpunkt Waffengesetz bleibt also nur der Punkt der Überprüfung der Waffenbesitzer als sinnvolle Lösung übrig.

Ein anderer Ansatzpunkt war bei den Schulen. Schulpsychologen, Metalldetektoren, kleinere Klassen? Immer der Reihe nach… Schulpsychologen. An sich gar nicht verkehrt; aber an einer Schule mit 1000 Schülern kann man nicht jeden einzelnen betreuen. Und ist jemand so gestört wird er das bei einem kurzen Routinegespräch (oder wie das dann ablaufen würde), sicher nicht zu erkennen geben. Ist ein Potenzial allerdings erkannt, ist ein solcher Psychologe gut zu gebrauchen; allerdings bezahlt man ihn gewissermaßen nur fürs Rumsitzen, denn allzuoft tauchen solche Leute ja nicht auf. Metalldetektoren: schlicht und einfach nicht realisierbar. Wie soll das gehen? Tausend Schüler jeden Morgen durchleuchten? Jeder hat irgendwo ein Stückchen Metall, erst recht am/im Schulrucksack. Um da effizient kontrollieren zu können, müsste das gesamte Programm vom Flughafen durchgezogen werden: Jacke und Rucksack ins Röntgengerät, alle Taschen ausleeren. Wenns piept (und das wird es, wenn man zum Beispiel nicht gerade Lust hat seinen Gürtel auszuziehen), Untersuchung von Hand. Das geht einfach nicht, weder vom Kosten-, noch vom Zeitfaktor her. Dann die kleineren Klassen, damit “Sonderlinge” früher erkannt werden können: Halte ich nicht für sinnvoll. Sicher, irgendwo ist der Gedanke gerechtfertigt. Aber es herrscht doch so schon Lehrermangel, oder nicht? Ganz zu schweigen davon, dass jede Schule zusätzliche Klassenräume benötigen würde. Und auch wenn dieses (große!) Kostenproblem wegfallen würde, wäre da immer noch die Tatsache, dass einfach zu wenig Lehrkräfte da sind. Also: an den Schulen ist de facto auch nicht viel zu machen.

Die einzige sinnvolle Konsequenz ist also, die Waffenbesitzer zu kontrollieren? Mir fällt jedenfalls nichts anderes ein. Und verhindern lassen sich solche Taten schlicht und ergreifend nicht! Der eine Amokläufer ist das Produkt der Gesellschaft, der nächste ist einfach nur ein Psychopath - was will man dagegen tun? Wenn sich jemand von seiner Umgebung komplett abschottet, so gut wie nur schlechte Erfahrungen mit Mitmenschen gemacht hat, das mag ein Zeichen sein. Aber war das bei Tim so? Nach dem was man gehört hat (mehr weiß ich ja auch nicht), hatte er nicht viele Freunde, war aber weder Mobbing-Opfer noch sonderlich unbeliebt. Seine Familie (vor allem sein Vater) stand hinter ihm, und er war ein guter Tischtennis-Spieler. Hört sich nicht außergewöhnlich an, aber auch nicht nach einem Leben, das unangenehm ist. Vielleicht wollte er raus aus diesem heilen Weltbild, von diesem Image des wohlbehüteten, ruhigen oberer-Mittelstands-Jungen? Etwas krasses tun, was keiner erwartet? Ich weiß es nicht, und das wird wohl auch so bleiben. Fakt ist aber, dass man so etwas nicht erkennen kann. Man kann keine Gedanken lesen; und selbst wenn man es könnte, wäre es wohl schwer möglich, jeden Jugendlichen in Deutschland zu untersuchen, ob er Mordfantasien hat. Das ist einfach ein Faktor, den man nicht erfassen kann: man kann es nunmal selten vorher erkennen, weil man dazu sehr genau hingucken muss. Und da das nicht bei jedem geht, braucht man einen gewissen Verdacht vorher: nur, woher den nehmen? Shooter-Spieler, Softair-Besitzer? Das alles ist nicht maßgeblich. Gefährlich wird es, wenn jemand den Blick für die Realität verliert. Wenn es eben nicht mehr nur ein Spiel ist. Wenn man nicht nur mit Plastikkugeln oder Farbbeuteln auf Mitspieler schießt, sondern dabei im Kopf stattdessen mit scharfer Munition. Das ist etwas, was man vorher nicht erkennen kann, und darin liegt das Problem. Es gibt einfach Dinge, die kann man nicht verhindern. Man kann das Beste tun, aber man kann es eben nicht ganz verhindern.

Geldgebärmaschinen!

Es tut mir leid, aber ich kann nicht anders. Man wird ja quasi damit überschwemmt tagtäglich, wenn man den Fehler macht den Fernseher einzuschalten.. Es ist fast, als gäb es nichts anderes mehr als Uri Geller und Heidi Klum. Ich weiß, ich hab schonmal drüber geschrieben, aber ich kann mir nicht helfen, das wird immer schlimmer.

Dieses Model-Gedöns ist doch keine Castingshow mehr, das ist eine Einschaltquotengebärmaschine, die gemolken wird, bis es keiner mehr sehen will. Und das wird dauern, fürchte ich.. Leider trifft diese Sendung den Geschmack von viel zu vielen kleinen Weibchen, die bei den Zickenkriegen, Zusammenbrüchen (”mein größter Traum ist geplatzt, oh nein!”) und Erfolgen mitfiebern und davon träumen, selbst wenigstens ein bisschen fotogen zu sein. Ist eine Show vorbei, läuft direkt die nächste. Massenabfertigung am Fließband? Weiß überhaupt irgendwer noch, wer bei den ganzen früheren Staffeln gewonnen hat oder dabei war? Aber bitte von denen, die keine Sexfilmchen gedreht haben. Ist die eine Staffel vorbei, konzentrieren sich die Mode(l)fanatikerinnen auf die nächste. Ich hab da irgendwie das Bild von einer Horde Geier im Kopf, ist der eine Kadaver leergesaugt, gehts ab zum nächsten. Ich frag mich immer noch wo denn da der Reiz bleibt, das ist doch alles dasselbe. Außer vielleicht, dass die Weiber ein bisschen anders aussehen oder von Mal zu Mal dümmer werden? Keine Ahnung, nicht nachvollziehbar für mich. Ich denk das ist einfach nur eine Geldmaschine. Genau wie die Biss-Bücher: Man schreibt/sendet, was die Kinder lesen/sehen wollen.

Dann gibts noch den Herrn Geller.. Naja, was soll man dazu sagen? Eigentlich find ich sowas nicht unbedingt schlecht, so Magier-Shows haben ja doch eigentlich schon was. EIGENTLICH! Denn normalerweise nennt sich so etwas nicht “Mentalist” (was für ein bescheuertes Wort) und versucht, Zaubertricks für bare Münze zu verkaufen. Zumal die in dieser Show aufgeführten Kunststücke eher an Taschenspielertricks erinnern. Wenn das Ganze ein bisschen spektakulärer wäre und nicht auf die so berühmte “ich kann Löffel mit meinen Gedanken verbiegen und wenn du beweist dass ich dich verarsche verklage ich dich!”-Tour..dann wär es vielleicht interessant. VIELLEICHT. So wie es ist, bleibt es für mich einfach nur lächerlich und eine weitere Gebärmaschine (wenn er einen Nachfolger sucht, warum macht er dann eine Show nach der anderen?). Bei der Gelegenheit noch ein paar Kuriositäten über den Herrn Geller (gefunden auf Wikipedia): In den 70ern hat der Herr Mentalist vorhergesehen, dass der damalige ägyptische Präsident noch lange leben, der jordanische König aber bald einem Attentat erliegen würde. Ratet mal was passiert ist? Richtig, der Ägypter ist ein paar Monate später gestorben und der Jordanier hat noch fast 30 Jahre gelebt. Super, oder? Ach ja, er hat auch vorhergesehen, dass England ein EM-Halbfinale gewinnt. Wer hat gewonnen? Deutschland. Starke mentale Kräfte, dieser Mentalist..und das bei einer 50/50-Chance. Traurig, womit man Geld verdienen kann.

Aber ich glaube, ich höre jetzt auf, bevor ich zu zynisch und gemein werde. Nachher verklagt Uri mich noch..

Equilibrium

So, ich bins wieder. Ich hab gedacht ich schreib heute mal nichts übers Fernsehen, auch wenn (fast) alles was mir sonst so einfällt damit zu tun hat. Und dann auch noch zu den selben Themen..Aber mir kommen nunmal immer neue Erkenntnisse, und bevor ich gar nichts hier rein schreibe..naja. Liest keiner, macht also auch keinen Unterschied. Da kann ich dann auch viel Mist schreiben.

Jetzt gehts mal um Musik. Genauer, um das neue Album von Equilibrium. Ehrlich gesagt hab ich mich recht lange davor gesträubt, mir das anzuhören, weil ich der Meinung bin, dass es im Vorfeld viel zu viel Gewirbel darum gab. Ich meine, da ist eine Band. Die hat vor vier Jahren ein Album veröffentlicht, das zugegebenermaßen überdurchschnittlich gut war. Dann kam erstmal gar nix, und die Band mal live zu sehen war große Glückssache. Und dann bequemen sich die Herren mal, ein neues Album zu machen (ihr zweites!) und auf einmal wird überall Werbung gemacht und die Scheibe schon im Vorraus in den Himmel gelobt. Das alles war nicht so ganz nach meinem Geschmack (genausowenig wie die tausend Versionen und besonders diese Limited Edition von Amon Amarth’s Twilight of the Thunder God). Aber..

Das Album ist wirklich verdammt gut. Schön produziert (gut, das kann man bei einem Label wie Nuclear Blast und dem entsprechenden Hype vorher wohl erwarten), und auch hammergeile und vor allem abwechslungsreiche Songs. Da sind viele unpaganistische Teile drin, vor allem was die Gitarre angeht, und das gefällt mir sehr gut.

Mehr kann ich dazu aber auch nicht sagen, weil ich nur kurz reingeschnuppert habe bisher. Wird sich aber noch ändern, weil der erste Eindruck (vor allem von Blut im Auge) ein durchaus positiver ist. Prost!

Copyright © 2010 by: HateBringer’s Todesblog • Design by: BlogPimp / Appelt Mediendesign • Foto: Pixelio • Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA.